Der Dschihad und das Mitmach-Netz
erschienen in der Publikation "Der Dschihad und das Mitmach-Netz" (ISBN: 978-3-902670-14-4) - 26. April 2010
Autor(en):
Oberst dhmfD Mag. Dr. Oliver DenggAbstract:
Mohammed M. und Mona S. sind fast schon in Vergessenheit geraten. Das österreichische "Islamisten-Paar" wurde 2009 vom Höchstgericht zu Haftstrafen verurteilt. Ihnen wurde vorgeworfen, sich für die Al-Qaida propagandistisch betätigt zu haben, indem sie den Abzug österreichischer und deutscher Truppen aus Afghanistan in einem Internet-Drohvideo gefordert hatten. Dass sich Sympathisanten und Anhänger islamistischer Terror-Gruppierungen oder radikal-islamischer Ideologien, vom Autor als "virtuelle Dschihadisten" bezeichnet, schon längst im Internet - vorzugsweise in arabisch- und englischsprachigen Foren - zusammengeschlossen haben, ist nicht neu.
Dass sie nun aber vermehrt Social-Web-Portale, wie zum Beispiel Facebook, YouTube oder MySpace für ihre islamistische Propaganda auch in "westlichen" Sprachen - darunter auch in Deutsch - benutzen, ist ein Trend, der beunruhigend ist. Denn diese Anwendungen sind im hohen Maße dazu geeignet, einerseits rasch und effektiv virtuelle Netzwerke aufzubauen und andererseits ein breites Online-Publikum - und hier insbesondere jugendliche User - anzusprechen.
Die vorliegende Publikation "Der Dschihad und das Mitmach-Netz - Wie "virtuelle Dschihadisten" das Social Web benutzen" soll an Hand einiger Beispiele aufzeigen, wie "virtuelle Dschihadisten" diese Vorteile gekonnt für ihre propagandistischen Zwecke in einer zum Teil erschreckenden Selbstverständlichkeit nutzen, indem sie die Taten der "realen" Dschihadisten nicht selten heroisieren und glorifizieren sowie die westliche Wertegemeinschaft torpedieren.
Die Vollversion dieser Publikation kann als PDF nach Bestellung unter oliver.dengg@bmlvs.gv.at kostenlos zugesandt werden.