Luftraumüberwachung
Durch die Luftraumüberwachung leistet das Österreichische Bundesheer einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der staatlichen Souveränität. Vor allem für einen neutralen Staat ist die Möglichkeit zur Wahrung der Lufthoheit von entscheidender Bedeutung. Das Bundesheer überwacht den Luftraum mit seinen ortsfesten und mobilen Sensoren rund um die Uhr.
Radarsystem Goldhaube
Das Radarbataillon betreibt mit dem Radarsystem Goldhaube die passive Komponente der Luftraumüberwachung. Das System besteht aus Primär- und Sekundärradaranlagen, mit denen Flugobjekte genau geortet und deren Flughöhe und -richtung festgestellt werden. Die Radarstationen des Bataillons sind untereinander vernetzt und leiten ihre Daten an eine Einsatzzentrale weiter. Um den Informationsfluss zu optimieren, arbeiten die Anlagen des Heeres auch mit zivilen Radarstationen zusammen.
Flieger und Hubschrauber
Als aktive Komponente der Luftraumüberwachung stehen derzeit die Abfangjäger vom Typ Eurofighter und die Saab 105 zur Verfügung. Zusätzlich werden für weitere Aufgaben noch die PC-7 "Turbo Trainer" sowie Hubschrauber vom Typ S-70 "Black Hawk", OH-58 "Kiowa" und Alouette III eingesetzt.
Fliegerabwehr
Komplettiert wird die Luftraumüberwachung im Bedarfsfall durch die bodengestützten Systeme der Fliegerabwehrtruppe. Vor allem bei Großereignissen kommt dem Schutz des Luftraums besondere Bedeutung zu. EU-Gipfel, Fußball-EM oder Papstbesuch sind heute ohne entsprechende Luftraumüberwachung nicht möglich.